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Liftboys

Wo sind sie geblieben?

Die Liftboys waren der Stolz der Luxushotellerie. Heute leistet sich in der Schweiz einzig das Basler «Les Trois Rois» einen. Acht Fakten.

  1. Der Hauptgrund für den Untergang des Berufsstandes war die Umstellung der Aufzüge von der Handsteuerung auf die Druckknopfsteuerung.
  2. Früher war der typische Liftboys ein Kind. Oder zumindest ein Jugendlicher, der mit diesem Job seine Hotelkarriere begann. Ein gross gewachsener Liftboy wäre noch heute bizarr.
  3. Heute übernehmen Portiers die Funktion der Liftboys und begleiten die Gäste in ihr Zimmer. Das mag dynamisch wirken. Nostalgiker aber trauern dem kleinen Mann in roter Uniform nach.
  4. Der berühmteste Liftboy ist Felix Krull, die Romanfigur von Thomas Mann. Der sympathische Hochstapler begleitete seine Gäste nicht nur auf die Etage.
  5. Mit der mechanischen Kurbelsteuerung seines hydraulischen Modells entwickelte Krull einen individuellen Fahrstil, um die Etagen möglichst exakt und mit sanftem Bremsmanöver anzusteuern.
  6. Auch Franz Kafka thematisierte den Liftboy: In seinem «Amerika»-Roman forderte der technische Fortschritt einen enttäuschten Karl Rossmann, der plötzlich nichts anderes mehr tun musste, als Knöpfe zu drücken. 
  7. Heute trifft man den klassischen Liftboy fast nur noch in Asien an. Und in ein paar wenigen US-Luxushotels wie dem «Four Seasons» in New York. 
  8. Der einzige Liftboy in der Schweiz (Bild) arbeitet im Basler «Les Trois Rois», heisst Oldemar Zurita, ist 33-jährig, Ecuadorianer, Vater dreier Kinder, studierter Botaniker – und inzwischen das wandelnde Wahrzeichen dieses Hotels.
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