Fribourg Olympic
hat endlich eine neue Halle.
Benetton Fribourg Olympic ist eine der besten Mannschaften in der Basketball Nationalliga A. Seit kurzem hat der Klub mit der Sporthalle St-Léonard die schönste Basketballhalle der Schweiz, die er sich mit den Frauen von Elfic Fribourg teilt.
Die Sporthalle ist das Ergebnis einer Entscheidung der Freiburger Behörden, die Sportanlagen St.Léonard (SSSL) – die bisher aus einem Fussballstadion und einer Eishalle bestanden – um eine Festhalle und eine zweite Eishalle sowie eine Sporthalle zu erweitern. Bereits 1991 war die SSSL Gegenstand eines Architekturwettbewerbs gewesen. Die neue Sporthalle wurde vom Atelier für Architektur Lorenz & Musso adea SA, Sion, entworfen und unter der Leitung des Architekturbüros Andrey-Schenker-Sottaz SA, Freiburg gebaut. Am 2. Juli war feierliche Einweihung in Anwesenheit der Behörden und der Sponsoren.
Über 2700 Sitzplätze
Die Halle kann mit Hilfe von schallisolierten mobilen Trennvorhängen in drei kleine separate Sporthallen unterteilt werden. In wenigen Minuten lässt sie sich in die schönste Basketballarena der Schweiz verwandeln. Dies erfolgt mittels einsetzbarer Tribünen, jede getragen von 1250 mit Polyurethan beschichteten Rollen, die die zwei seitlichen Spielflächen abdecken und so nur das zentrale weiche Parkett aussparen. Die Tribünen mit einem Gewicht von jeweils 77 Tonnen bieten je 1296 Sitzplätze und werden durch eine permanente Tribüne mit 145 Sitzplätzen ergänzt.
Im Erdgeschoss befindet sich die gesamte technische Infrastruktur der Sporthalle: Umkleideräume, Duschen, Sanitäranlagen, Krankenzimmer, Büros, etc. Auf der ersten und zweiten Etage gibt es Zuschauerräume mit Bars und Sanitäranlagen. Diese sind über Treppen zu erreichen. Für Behinderte und den Transport von Waren hat AS Aufzüge einen Swisslift mit MRL Gearless Technologie und einer Nutzlast von 1125 kg installiert, der das Erdgeschoss mit der ersten und zweiten Etage verbindet.
Das Gebäude erfüllt alle Anforderungen des «MINERGIE»-Baustandards. Der Heizungsbedarf und der Warmwasserbedarf für den Sanitärbereich werden durch Rückspeisung der Wärme aus dem Kühlsystem der beiden Eishallen gedeckt. Das Lüftungssystem gewährleistet permanent saubere Luft und die gesamte hiermit zusammenhängende Technik befindet sich im Bereich des Dachgerüsts; so kann Serviceraum eingespart werden und die Länge der benötigten Betonschächte wird reduziert. Die Beleuchtung der Sporthallen erfolgt mittels Leuchtröhren; eine Scheinwerferbatterie sichert die optimale Beleuchtung bei Spielen in Anlehnung an die Fernsehnormen.
Photovoltaik-Projekt
In Partnerschaft mit dem Energieunternehmen ‹Groupe e› umfasst der Bau eine Stromzentrale, die aus Sonnenenergie gespeist wird: die Südfassade und die zwei Dachschrägen sind mit 617 Photovoltaik-Paneelen bestückt, die eine Fläche von 3085 m2 bedecken und theoretisch durchschnittlich 370.200 kWh/Jahr produzieren. Die Solarzellen sind komplett in die Architektur integriert, d.h. sie ersetzen die Verkleidung der Fassade und der beiden Dachflächen.
